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06.03.2019, 09:09 Uhr | Übersicht | Drucken
2019 ist das Jahr der Berufsbildung
MIT-Jahresauftakt 2019

„Wir müssen alle Wege der beruflichen Bildung gleich wertschätzen!“ dafür warb die Bundestagsabgeordnete Anja Karliczek (CDU), beim Jahresauftakt der Mittelstandsvereinigung (MIT) in Greven. Zum 14. Mal hatte die MIT unter der Leitung von Dr. Christoph Kösters eingeladen, die Auswirkungen der aktuellen Politik auf den Mittelstand einzuordnen. Im Casino der Firma Sahle Wohnen gab die CDU-Politikerin aus Tecklenburg Einblicke über den aktuellen Stand des Wandels der Arbeitswelt und der Bildungspolitik im Rahmen der Digitalisierung. „Das Jahr 2019 ist das Jahr der Berufsbildung“, so Karliczek, die auch Bundesministerin für Bildung und Forschung ist. „Deutschland braucht Studierende und genauso junge Menschen, die in die Duale Ausbildung gehen.“



In den nächsten Jahren werde es vermutlich einen Zuwachs von 2,1 Mio. Arbeitsplätzen im hochqualifizierten Bereich bei zeitgleichem Wegfall von 1,5 Mio. einfachen Arbeitsplätzen geben, führte die Bundespolitikerin aus. Das vom Bundeskabinett auf den Weg gebrachte Fachkräfteeinwanderungsgesetz soll die Hürden für die Einwanderung qualifizierter Arbeitnehmer aus dem Ausland senken. Damit reagierte Anja Karliczek auf die Forderung von Albert Sahle, Geschäftsführender Inhaber der Sahle Wohnen GmbH in Greven, nach einer qualifizierten Zuwanderung von und Willkommenskultur für Fachkräfte auch von außerhalb der EU. Dies sei notwendig, da sonst Wohlstandsverluste drohen könnten, so Albert Sahle.

 

„Aber auch Weiterbildung wird immer wichtiger“, so Anja Karliczek weiter und verwies darauf, dass die Fachkräfte auf die zukünftigen Anforderungen der digitalen Arbeitswelt vorbereitet werden müssten.

 

„Das Jahr 2018 war für unsere Wirtschaftsregion gut, obwohl verbunden mit einer leichten Abkühlung, mit dessen Fortsetzung in 2019 gerechnet werde“, zeichnete Dr. Fritz Jaeckel, Hauptgeschäftsführer der IHK Nordwestfalen, ein immer noch leicht positives Bild von den Perspektiven der heimischen Wirtschaft. Der starke Rückgang der Industrienachfrage werde derzeit noch durch eine stabile Binnennachfrage kompensiert, so Dr. Fritz Jaeckel weiter. Die Hauptrisiken seien weiterhin der Fachkräftemangel, die Verschärfung internationaler politischer Auseinandersetzungen, ein möglicher ungeregelter Brexit sowie die Geldpolitik. Dennoch habe die Region seit 2005 ein starkes Wachstum verspürt und ein klarer Beleg sei die Schaffung von 198.000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen in der Region. Die heutige und zukünftige Geldpolitik der Europäischen Zentralbank EZB und ihre Folgen und Gefahren waren ein Gegenstand der anschließenden lebhaften Fragerunde.



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